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Elternzeit und Elterngeld

Informationen für Arbeitnehmer in Hamburg

Wenn ein Kind geboren wird, ist die Freude groß, aber die Eltern stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die Zeit und Geld benötigen, um gemeistert zu werden. Die Elternzeit ist ein bedeutender Schritt für Arbeitnehmer in Hamburg, die sich um ihr neugeborenes Kind kümmern möchten. Genauso wichtig ist jedoch das Elterngeld.  ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für Eltern in Hamburg, insbesondere während der Elternzeit. Es ist eine finanzielle Leistung, die Eltern für die Betreuung ihres Kindes erhalten können. Wir schauen uns etwas genauer an, wie Elterngeld beantragt wird, welche Leistungen es gibt und was Eltern dabei beachten müssen.

Was ist Elterngeld?

Wenn Sie ein Kind bekommen, steht Ihnen Elterngeld zu. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung für Mütter und Väter, die ihr Kind selbst betreuen und deshalb nicht arbeiten gehen oder ihre Arbeitszeit reduzieren können. Das Ziel des Elterngeldes ist es, Familien in dieser besonderen Phase zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich um ihr neues Familienmitglied zu kümmern, ohne finanzielle Sorgen haben zu müssen. Normalerweise wird das Elterngeld für zwölf Monate gezahlt, kann aber auf bis zu 14 Monate verlängert werden, wenn beide Elternteile Elterngeld beziehen und sich die Betreuung des Kindes teilen. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem durchschnittlichen Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes. Je höher das Einkommen, desto höher fällt auch das Elterngeld aus.

Wie beantrage ich Elterngeld?

Um Elterngeld zu beantragen, sollten Sie sich zunächst über die Bedingungen und Voraussetzungen informieren. Grundsätzlich haben sowohl Hamburger Mütter als auch Väter Anspruch auf Elterngeld, wenn sie ihr Kind selbst betreuen und nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Der Antrag kann frühestens drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin gestellt werden und muss spätestens drei Monate nach der Geburt des Kindes eingereicht werden. Sie können den Antrag entweder online oder schriftlich bei der zuständigen Elterngeldstelle stellen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie alle notwendigen Unterlagen, wie beispielsweise die Geburtsurkunde des Kindes und Nachweise über Ihr Einkommen, einreichen. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach Ihrem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes. In der Regel beträgt das Elterngeld zwischen 65 und 67 Prozent des Nettoeinkommens. Beachten Sie auch, dass es verschiedene Modelle gibt, wie Sie das Elterngeld aufteilen können, beispielsweise zwischen den Eltern oder in Form von ElterngeldPlus.

Wer hat in Hamburg Anspruch auf Elterngeld?

Sie fragen sich, wer eigentlich berechtigt ist, Elterngeld zu erhalten? Grundsätzlich haben sowohl Mütter als auch Väter Anspruch auf Elterngeld, sofern sie ihr Kind selbst betreuen und erziehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie verheiratet sind oder nicht. Auch Adoptiv- oder Pflegeeltern können unter bestimmten Umständen Elterngeld beantragen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Sie in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes mindestens zwölf Monate in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gestanden haben müssen. Selbstständige können ebenfalls Elterngeld beantragen, sofern sie in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes mindestens zwölf Monate in ihrem Unternehmen tätig waren und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie Anspruch auf Elterngeld haben, empfiehlt es sich, sich bei der zuständigen Elterngeldstelle oder der ArbeitnehmerHilfe Hamburg zu informieren.

Wie hoch ist das Elterngeld und wie lange wird es gezahlt?

Viele Hamburger Eltern fragen sich gewiss, wie viel Elterngeld sie erhalten und wie lange es gezahlt wird. Das Elterngeld entspricht in der Regel 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes, jedoch höchstens 1.800 Euro pro Monat und für Geringverdiener gibt es einen Mindestbetrag von 300 Euro. Das Elterngeld wird für maximal 14 Monate gezahlt, wobei beide Elternteile jeweils bis zu zwölf Monate Elterngeld beziehen können. Wenn sich beide Elternteile die Betreuung des Kindes teilen, kann das Elterngeld um zwei weitere Monate verlängert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Elterngeld als Einkommen gilt und somit steuerpflichtig ist. Es empfiehlt sich daher, im Vorfeld genau über die Höhe des Elterngeldes und die möglichen Steuerabzüge informiert zu sein.



Welche Förderungen gibt es zusätzlich zum Elterngeld?

Sie haben sich dazu entschlossen, Elterngeld zu beantragen. Doch wussten Sie, dass es weitere Förderungen gibt, die Sie in Anspruch nehmen können? Eine Option ist das ElterngeldPlus, welches Ihnen ermöglicht, länger in Teilzeit zu arbeiten und trotzdem finanzielle Unterstützung zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit ist der Kinderzuschlag, der Familien mit niedrigem Einkommen unter die Arme greift, um die Kosten des Familienlebens zu decken. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz bietet Hamburger Eltern zudem weitere Optionen, wie zum Beispiel den Partnerschaftsbonus. Dieser gewährt Ihnen zusätzliches Elterngeld, wenn Sie und Ihr Partner sich die Betreuung des Kindes teilen. Es ist daher ratsam, sich über alle verfügbaren Förderungen zu informieren, um das Beste für Sie und Ihre Familie herauszuholen.

Muss ich Steuern zahlen, wenn ich Elterngeld beziehe?

Viele fragen sich an dieser Stelle, ob Sie Steuern zahlen müssen, wenn Sie Elterngeld erhalten. Die Antwort lautet: Ja, das Elterngeld ist steuerpflichtig, allerdings gibt es einen Freibetrag von 300 Euro pro Monat, der steuerfrei ist. Dies bedeutet, dass Sie nur auf den Betrag oberhalb des Freibetrags Steuern zahlen müssen. Es ist wichtig zu beachten, dass das Elterngeld als Einkommen gilt und daher in der Einkommenssteuererklärung angegeben werden muss. Je nach Höhe des Einkommens kann es auch zu einem höheren Steuersatz führen. Es lohnt sich daher, sich im Vorfeld gründlich zu informieren und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um bei der Steuererklärung keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Gibt es weitere Regelungen, die man beachten sollte? 

Sie haben bereits erfahren, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um Elterngeld zu erhalten und wie hoch die Höhe des Elterngeldes ausfällt. Es gibt jedoch weitere Vorschriften, die Sie beachten sollten. Zum Beispiel müssen Sie das Elterngeld innerhalb von drei Monaten nach der Geburt Ihres Kindes beantragen. Während des Bezugszeitraums des Elterngeldes müssen Sie auch bestimmte Einkommensgrenzen einhalten. Wenn Sie während des Bezugszeitraums des Elterngeldes wieder arbeiten möchten, sollten Sie beachten, dass Sie höchstens 30 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, um weiterhin Elterngeld zu erhalten. Wenn Sie während des Bezugszeitraums des Elterngeldes ins Ausland reisen möchten, sollten Sie sich im Voraus über die Vorschriften informieren. Es gibt noch weitere Vorschriften, die Sie beachten sollten, um keine Nachteile beim Elterngeld zu haben. Es ist ratsam, sich im Voraus, zum Beispiel bei der ArbeitnehmerHilfe Hamburg, ausführlich zu informieren.

Was sind die Vor- und Nachteile des Elterngelds? 

Sie fragen sich möglicherweise, ob das Elterngeld für Sie und Ihre Familie die beste Option ist. Es gibt Vor- und Nachteile, die Sie abwägen sollten. Der größte Vorteil ist, dass das Elterngeld Hamburger Familien finanziell unterstützt, wenn ein Elternteil nach der Geburt des Kindes eine Auszeit vom Beruf nimmt. Dies stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kind und kann Frauen helfen, schneller wieder in den Beruf einzusteigen. Allerdings ist das Elterngeld nicht für alle Familien ausreichend und der Antragsprozess kann schwierig sein. Zudem kann es dazu führen, dass sich der Karriereweg verzögert, daher ist es wichtig, alle Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen, bevor Sie sich für oder gegen das Elterngeld entscheiden.

Fazit

Das Elterngeld ist eine wertvolle Gelegenheit für Eltern, sich nach der Geburt ihres Kindes eine Auszeit zu nehmen und gleichzeitig finanziell abgesichert zu sein. Trotz einiger Einschränkungen, wie der Begrenzung auf 14 Monate und einer Höchstgrenze von 1.800 Euro, stellt es eine großartige Unterstützung für junge Familien dar. Es ist jedoch wichtig, einige Dinge zu beachten, wie die fristgerechte Beantragung und die Berücksichtigung von Einkommensverlusten. Insgesamt leistet das Elterngeld einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Familienpolitik in Hamburg und ist ein bedeutender Schritt in Richtung Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Berufsleben und in der Familie.

Die telefonische Soforthilfe der ArbeitnehmerHilfe Hamburg e.V.

Sollten Sie spezielle Fragen zur Elternzeit, dem Elterngeld oder anderen arbeitsrechtlichen Themen haben, rufen Sie bitte einen Fachanwalt für Arbeitsrecht der ArbeitnehmerHilfe Hamburg an. Den erreichen Sie von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr unter der Nummer 040-600553390.


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